

Der Tivoli Garten in Spreitenbach gehört zu den grössten Wohnüberbauungen der Schweiz. Die Hälg & Co. AG Gebäudeautomation realisierte hier die Regelung der Lüftungs-, Heizungs- und Kälteanlagen und baute die Rekordzahl von 3000 Energiezählern ein.
Mitte 2025 zogen dank einer logistischen Meisterleistung – mit genauen Zügel-Slots – innerhalb von drei Monaten über 400 Mieterinnen und Mieter im Tivoli Garten ein. Der Tivoli Garten wurde von der Dachtler Partner AG in Zürich entworfen und ist mit insgesamt 445 Wohnungen eine der grössten Wohnüberbauungen der Schweiz.

Die Überbauung wurde mit einem markanten Sockelbau realisiert, aus dem sich mehrere Hochbauten entwickeln. Zwei Hochhäuser prägen heute das Erscheinungsbild und sind ein identitätsstiftendes Merkmal des neuen Zentrums von Spreitenbach. Sie stehen in architektonischem Dialog mit den in den 1960er-Jahren entstandenen Wohnhäusern des Einkaufzentrums «Shoppi Tivoli». Auf dem Areal wurde neben einem Baumarkt, Verkaufs- und Dienstleistungsflächen sowie den knapp 450 Wohnungen auch eine Haltestelle der neuen Limmattalbahn integriert.
Im Auftrag der Eiffage Suisse AG war die Hälg & Co. AG Gebäudeautomation für die Regelung der Lüftungs-, Heizungs- und Kälteanlagen verantwortlich.
Die Alarmierung, Regelung und Steuerung der gebäudetechnischen Anlagen erfolgt über das moderne Gebäudeautomationssystem «EcoStruxure Building» von Schneider Electric. Sämtliche Anlagen werden von leistungsfähigen Automationsstationen überwacht, geregelt und gesteuert. Die Integration der Geräte und Systeme erfolgt über konventionelle Ein- und Ausgänge sowie über zeitgemässe Kommunikationsprotokolle wie KNX, Modbus TCP / RTU und
BACnet IP. Eine Besonderheit ist das Kommunikationsprotokoll «MQTT» für die Überwachung sämtlicher Türen, das von Hälg hier erstmals integriert wurde – nach einem Testaufbau mit dem Hersteller der Türsteuerung vor dem Rollout.

Der Datenaustausch zwischen den Automationsstationen findet über ein dediziertes Ethernet-TCP / IP-Gebäudeautomationsnetzwerk statt. Die Bedienung und Überwachung der Anlagen erfolgt komfortabel über die Web-Oberfläche des zentralen Leitsystems. Insgesamt wurde die rekordverdächtige Zahl von 3000 Wasser-, Heizungs-, Kälte- und Elektrozählern in die von Hälg gelieferten Schaltschränke eingebaut. Deren Daten werden an den Cloud-Anbieter weitergeleitet, der die Abrechnungsdienstleistungen erbringt.
«Besondere Herausforderungen für uns waren die grosse Dimension des Projekts, der Einsatz neuer Technologien und die Vielzahl an eingebundenen Energiezählern. Diese haben wir aber erfolgreich gemeistert.»
Roy Kaufmann,
Leiter Gebäudeautomation bei der Hälg & Co. AG Gebäudeautomation Zürich
